Schlagwort: Steppenvögel

aus dem Kunstmuseum Hamburg

Die Vogelwelt unsrer Kolonie ist an Zahl der Arten so gross, dass wir uns darauf beschränken müssen, einige der auffälligsten Vertreter vorzuführen. Wir lassen hier den Strauss ausser acht, weil er zum ausgesprochenen Nutztier geworden ist oder doch werden soll. Natürlich ist die Zahl der kleinen Vögel Legion. Alle Regenbogenfarben sind darunter vertreten. Besonders interessant sind die Webervögel, eine Finkenart. Sie werden so genannt, weil sie ihre Nester, die oft zu Hunderten an einem Baum hängen, kunstvoll aus Gras oder ähnlichem Material zusammenflechten. Prachtvoll feurig rot erglänzt ihr Hochzeitskleid, wenn sie pfeilgeschwind durch die Luft schiessen. Im dunklen Busch schlägt die Nachtigall und über die breiten Blätter der Seerosen eilt flink und gewandt das Wasserhuhn. Auch der Kuckuck fehlt nicht in Afrika oder wenigstens eine unserm Freund verwandte Art.

Die Flüsse, Seen und Sümpfe sind von zahllosen Wasservögeln aller Art bevölkert: Kronenkraniche, Flamingos, Pelikane, verschiedenerlei Störche und Reiher sind die auffälligsten Vertreter dieses Teils der Vogelwelt. Auch an allerlei Enten und Gänsen fehlt es nicht, und der Jäger kann an den Gewässern Ostafrikas seine Freude haben. Nur wird es ihm meist sehr schwer werden, seine Beute zu erlangen, da geschossene Tiere vielfach in den ungeheuren Schilfmassen spurlos verschwinden und das Herausholen geschossener Vögel aus dem Wasser wegen der Krokodile seine Haken hat.

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Kolonie und Heimat