Schlagwort: Afrika

aus dem Kunstmuseum Hamburg

Negerwohnungen in Süd-Togo.

Von Oberleutnant Smend.

In alten Zeiten, d. h. bevor die Herrschaft des Europäers Sicherheit für Leben und Eigentum gewährleistet, ging der Neger selten allein aus seiner Landschaft, oder aus seinem Dorfe in fremde Gegenden. Soweit friedliche Verhältnisse mit befreundeten Stämmen herrschten, wurde ein Besuch gelegentlich gewagt, aber für lange Zeit blieb der Neger nichtgern fern von seiner Heimat. Handel und Geschäft, Besuch von Verwandten und mit Gerichtssachen zusammenhängende Dinge waren es meist, die ihn in die nähere Umgebung lockten. Auch den Jäger trieb es nur in möglichst menschenleere und daher wildreiche Gegenden, und er kam von seinen Streifzügen mit Beute und Jagdgeschichten beladen immer gern und bald in sein Dorf zurück. Nebenbei bemerkt ist dadurch auch die verblüffende Verständnislosigkeit für Entfernungen und die geringe Kenntnis des Landes bei den meisten Negern mit Ausnahme der Jäger und Händler zu erklären. Das Haus, das Dorf oder höchstens die Landschaft war die Welt seines Horizonts in den weitaus meisten Fällen.

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Kolonie und Heimat