Schlagwort: Afrika

aus dem Kunstmuseum Hamburg

Die Vogelwelt unsrer Kolonie ist an Zahl der Arten so gross, dass wir uns darauf beschränken müssen, einige der auffälligsten Vertreter vorzuführen. Wir lassen hier den Strauss ausser acht, weil er zum ausgesprochenen Nutztier geworden ist oder doch werden soll. Natürlich ist die Zahl der kleinen Vögel Legion. Alle Regenbogenfarben sind darunter vertreten. Besonders interessant sind die Webervögel, eine Finkenart. Sie werden so genannt, weil sie ihre Nester, die oft zu Hunderten an einem Baum hängen, kunstvoll aus Gras oder ähnlichem Material zusammenflechten. Prachtvoll feurig rot erglänzt ihr Hochzeitskleid, wenn sie pfeilgeschwind durch die Luft schiessen. Im dunklen Busch schlägt die Nachtigall und über die breiten Blätter der Seerosen eilt flink und gewandt das Wasserhuhn. Auch der Kuckuck fehlt nicht in Afrika oder wenigstens eine unserm Freund verwandte Art.

Die Flüsse, Seen und Sümpfe sind von zahllosen Wasservögeln aller Art bevölkert: Kronenkraniche, Flamingos, Pelikane, verschiedenerlei Störche und Reiher sind die auffälligsten Vertreter dieses Teils der Vogelwelt. Auch an allerlei Enten und Gänsen fehlt es nicht, und der Jäger kann an den Gewässern Ostafrikas seine Freude haben. Nur wird es ihm meist sehr schwer werden, seine Beute zu erlangen, da geschossene Tiere vielfach in den ungeheuren Schilfmassen spurlos verschwinden und das Herausholen geschossener Vögel aus dem Wasser wegen der Krokodile seine Haken hat.

Weiterlesen Bilder aus der ostafrikanischen Vogelwelt

Kolonie und Heimat

aus dem Kunstmuseum Hamburg

In der Regenzeit ist in Afrika das Reisen keine reine Freude. Weite Strecken Landes, die sonst monatelang völlig trocken und wasserlos daliegen, sind dann überschwemmt und gerade auf den ausgetretenen Negerpfaden sammelt sich dann mit Vorliebe das Regenwasscr. Der Europäer lässt sich daher, wenn er des Watens im Wasser oder des Reitens müde ist, häufig in der Hängematte von zwei stämmigen Schwarzen tragen; unser Bild zeigt uns eine solche Reiseszene aus dem Innern von Deutsch-Ostafrika. Der Europäer hat allerdings im Augenblick die Hängematte verlassen, um die Szene im Bilde festzuhalten.

Weiteres aus der Reihe „Kolonie und Heimat“

Weiterlesen Wie man in Afrika in der Regenzeit reist

Kolonie und Heimat

aus dem Kunstmuseum Hamburg


Von den Tropen, mit denen sich in unsrer Vorstellung der Begriff eines Pflanzenwuchses von grosser Ueppigkeit verbindet, erwarten wir mit Recht besondere Leistungen in bezug auf die Hervorbringung von allerlei wohlschmeckenden Früchten. In Ostafrika aber gibt es nicht allzu viel Fruchtarten. Nur im Küstengebiet herrscht in dieser Hinsicht eine gewisse Mannigfaltigkeit. Neben denjenigen, die wir mit dem Sammelnamen „Südfrüchte“ zu bezeichnen pflegen, gibt es noch eine Reihe von Früchten, die im Leben der Eingeborenen eine erhebliche Rolle spielen, ohne bei uns zu Hause weiter bekannt zu sein.

Die wichtigste ist wohl die Banane. Die Banane ist eine Staude, die bis zu 8 Meter hoch wird. Der Stamm, wenn man von einem solchen reden kann, ist ziemlich weich und aus den Blattscheiden gebildet. Die saftgrünen Blätter werden bis 4 Meier lang und sind in ausgewachsenem Zustand meist vielfach zerschlissen. Auch hierzulande sieht man die Banane, wenn auch nicht die fruchttragende, häufig als wirkungsvolle Zierpflanze, so dass wir die äussere Gestalt als bekannt voraussetzen können.

Weiterlesen Ostafrikanisches Obst

Kolonie und Heimat

aus dem Kunstmuseum Hamburg

Im Norden von Togo gibt es noch eine Reihe von Negerstämmen, die so gut wie gar nicht von der Kultur beleckt sind. Seit sie unter deutscher Herrschaft stehen, müssen sie sich zwar ihre altgewohnten Kriegs- bezw. Raubzüge verkneifen, aber vorläufig ist immer noch phantastischer Kriegsschmuck das Attribut des freien Mannes. Die Lederkappe auf unserm Bild, die mit Kaurimuscheln besetzt und mit einem Antilopengehörn geschmückt ist, wirkt entschieden ganz malerisch.

Weiteres aus der Reihe „Kolonie und Heimat“

Weiterlesen Losso-Krieger aus dem Norden von Togo

Kolonie und Heimat