Deutsch-Afrika Beiträgen

aus dem Kunstmuseum Hamburg


Lüdentzbucht bestand im Sommer 1908 aus einigen wenigen Häusern und hatte ungefähr 600 weisse Einwohner. Die meisten davon fanden nicht das nötige Einkommen und waren im Begriff, Lüderitzbucht zu verlassen. Die Bahn nach Keetmanshoop war fertiggestellt; der Bau der Nordsüdbahn stand in weiter Ferne; eine Besiedlung des Südens durch Einzelfarmer war nicht zu erwarten. Lüderitzbucht bot also dem Spediteur und Importeur nur geringe Aussichten auf Erfolge. Da, als die Not am grössten war, kam der Diamantensegen. Ein Eingeborener fand einige kleine Steine, die wegen ihres Glanzes seine Aufmerksamkeit erregten. Er zeigte sie seinem Vorgesetzten, einem Bahnangestellten. Dieser vermutete sofort, es seien Diamanten. Die Kostbarkeit des Fundes wurde von dem Vorsteher des chemischen Laboratoriums in Swakopmund bestätigt. Der Bahnangestellte errichtete nun in aller Ruhe um die Fundstelle herum so viele Schürfpfähle, wie er Schürfgebühren bezahlen konnte. Allmählich sickerte die Kunde von seinem Glücke durch, und die anderen Lüderitzbuchter zogen mit Schürfpfählen beladen hinaus und belegten die benachbarten Felder.

Weiterlesen Auf den Diamantenfeldern von Lüderitzbucht

Kolonie und Heimat

aus dem Kunstmuseum Hamburg

In der Regenzeit ist in Afrika das Reisen keine reine Freude. Weite Strecken Landes, die sonst monatelang völlig trocken und wasserlos daliegen, sind dann überschwemmt und gerade auf den ausgetretenen Negerpfaden sammelt sich dann mit Vorliebe das Regenwasscr. Der Europäer lässt sich daher, wenn er des Watens im Wasser oder des Reitens müde ist, häufig in der Hängematte von zwei stämmigen Schwarzen tragen; unser Bild zeigt uns eine solche Reiseszene aus dem Innern von Deutsch-Ostafrika. Der Europäer hat allerdings im Augenblick die Hängematte verlassen, um die Szene im Bilde festzuhalten.

Weiteres aus der Reihe „Kolonie und Heimat“

Weiterlesen Wie man in Afrika in der Regenzeit reist

Kolonie und Heimat

Kolonie und Heimat

aus dem Kunstmuseum Hamburg

Wohlbekannt sind jedem, der auf einem Schiff das Festland verlässt, die zierlichen Möwen, welche bis in das offene Meer hinaus den Dampfer umkreisen und gierig nach jedem Bissen haschen, der in das Wasser fällt, auch wohl hochgeworfene Nahrungsbrocken in gewandtem Fluge direkt aus der Luft schnappen. Der Laie nennt diese Vögel Möwen schlechthin, obwohl er meist Angehörige verschiedener Arten vor sich hat.

Schon an unseren Meeresküsten gibt es eine grössere Anzahl von Möwenarten, die dann in anderen Gegenden der Erde noch bedeutend zunimmt. Man kennt mehr als 110 Arten von Möwen, die über alle Teile unserer Erde verbreitet sind. Sie halten sich im allgemeinen an den Küsten auf, nur wenige folgen dem Laufe grösserer Gewässer ins Binnenland, und auch auf die hoh Seehinaus begleiten sie den Seefahrer ein kurzes Stück. Aber umgekehrt sind sie für diesen, sobald sie wieder sein Schiff umschwärmen, stets der sichere Beweis, dass er der Küste nahe ist.

Weiterlesen Das Meer und seine Bewohner : Seevögel

Kolonie und Heimat