Deutsch-Afrika Beiträgen

aus dem Kunstmuseum Hamburg

Die Baias, ein Sudannegerstamm im äussersten Osten von Mittel-Kamerun, zwischen dem oberen Njong und Sanaga ansässig, sind eine besonders wilde Gesellschaft, die bis auf den heutigen Tag, wenn auch mehr im verborgenen, der greulichen Unsite der Menschenfresserei huldigt. Die Baias stehen zwar heute unter deutscher Herrschaft, aber diese ist in jenen entlegenen Gegenden bis jetzt eigentlich nur nominell, umsomehr, da die Wohnsitze der Baias sich über die Grenze hinüber auf französisches Gebiet ziehen. Die Baiadörfer sind mit Wällen und Gräben stark befestigt, namentlich gilt dies für den Hauptplatz Gamane (Bertua).

 

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Kolonie und Heimat

aus dem Kunstmuseum Hamburg

Die südlichsten deutschen Schulen der Erde. II.
Von Dr. Siegfired Benignus.

Zwanzig Kilometer westwärts von Puerto Montt breitet sich der Llanquihue-See aus, den ich dreimal in letzter Zeit aufsuchte, und der heute noch der „See der Deutschen“ genannt werden darf. Die Besiedlung dieses bis zu seinem Ufer mit Urwald, Sümpfen, Schneebergen und Vulkanen bedeckten grössten Sees Chiles (etwas grösser als der Bodensee) ist zweifellos eine Grosstat deutschen Ausharrens und deutscher Selbstverleugnung.

Die offizielle Zuwanderung dauerte von 1852 bis zu Beginn der siebziger Jahre aus Kurhessen, Schlesien, Württemberg, Ost- und Westpreussen, Hohenzollern, der Altmark, Westfalen, Deutschböhmen. Mehr als zu Dörfern haben sich die meist zerstreut liegenden Gehöfte der Kolonisten nicht verdichtet. Puerto Varas (Varas = Name eines Ministers unter Manuel Monti) am Westufer ist die grösste Ansiedlung mit tausend Einwohnern. Erst vor kurzem haben sich diese entschlossen, eine deutsche Schule zu errichten. Bis jetzt existiert in Puerto Varas eine chilenische Regierungs-(-Volks)schule, in der nur Spanisch gelehrt wird. Erklärlich wird dieses Spätkommen dadurch, dass der Wohlstand erst spät am See sich zeigte. Der Boden ist nicht so fruchtbar wie der um Osorno, Nach langwierigen, wenig ergiebigen Versuchen im Ackerbau ist man zur intensiven, lohnenden Viehwirtschaft in den Potreros (Viehweiden) im Urwald übergegangen.

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Kolonie und Heimat

aus dem Kunstmuseum Hamburg

Die Vogelwelt unsrer Kolonie ist an Zahl der Arten so gross, dass wir uns darauf beschränken müssen, einige der auffälligsten Vertreter vorzuführen. Wir lassen hier den Strauss ausser acht, weil er zum ausgesprochenen Nutztier geworden ist oder doch werden soll. Natürlich ist die Zahl der kleinen Vögel Legion. Alle Regenbogenfarben sind darunter vertreten. Besonders interessant sind die Webervögel, eine Finkenart. Sie werden so genannt, weil sie ihre Nester, die oft zu Hunderten an einem Baum hängen, kunstvoll aus Gras oder ähnlichem Material zusammenflechten. Prachtvoll feurig rot erglänzt ihr Hochzeitskleid, wenn sie pfeilgeschwind durch die Luft schiessen. Im dunklen Busch schlägt die Nachtigall und über die breiten Blätter der Seerosen eilt flink und gewandt das Wasserhuhn. Auch der Kuckuck fehlt nicht in Afrika oder wenigstens eine unserm Freund verwandte Art.

Die Flüsse, Seen und Sümpfe sind von zahllosen Wasservögeln aller Art bevölkert: Kronenkraniche, Flamingos, Pelikane, verschiedenerlei Störche und Reiher sind die auffälligsten Vertreter dieses Teils der Vogelwelt. Auch an allerlei Enten und Gänsen fehlt es nicht, und der Jäger kann an den Gewässern Ostafrikas seine Freude haben. Nur wird es ihm meist sehr schwer werden, seine Beute zu erlangen, da geschossene Tiere vielfach in den ungeheuren Schilfmassen spurlos verschwinden und das Herausholen geschossener Vögel aus dem Wasser wegen der Krokodile seine Haken hat.

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Kolonie und Heimat

Kolonie und Heimat